Lebensgefühl Rockmusik HH aus EE
September Eleventh 2015                                                                                                          11.09.2015 Wieder einmal ist 11. September und wieder geistern Bildern von zwei Türmen in New York durch die Medien. Zwei Türme, die es nicht mehr gibt. Zwei Türme auch, in deren Trümmern und Schutt viele tausend Menschen ihr Leben lassen mussten. Und wieder wird auch die weltweite Gefahr von Terror beschworen werden, dass man etwas dagegen tun müsse und der Blick geht nach Osten … …. Iran, Irak, Syrien, Afghanistan, Lybien, Libanon und ich frage mich zum x-ten Male, warum die Welt so schnell vergisst, vergessen gemacht wird. Wieso, darf man fragen, schützen die Amerikaner eigentlich dort ihre Grenzen? Wieso müssen die Interessen der USA genau dort gesichert werden? Wieso ist dort noch immer haufenweise US-Militär präsent, schippern die Amis mit Kriegsschiffen über das Schwarze und das Mittelmeer, tausende von Seemeilen von ihren heimischen Küsten entfernt? Und wer, in Gottes Namen, hat eigentlich die Taliban und den IS so stark gemacht? Es waren die gleichen Leute, die heute dem großen Flüchtlingsstrom aus diesen Ländern macht- und sprachlos gegenüber stehen und die politische Einheit von Europa, die es weder sozial und gleich gar nicht ökonomisch wirklich gibt, heraufbeschwören. Das Verwaltungsmonstrum Europa bröckelt in seine politischen Machtbestandteile auseinander. Jeder kocht sein eigenes Machtsüppchen. Ich höre noch ihre Rede nach 1989: Es werde keine Osterweiterung der NATO geben. Eine satte Lüge! Nun empören sie sich, dass ausgerechnet Russland darauf gleichwertig reagiert. Was für eine Farce! Und diese Leute wundern sich wirklich, dass tausende Menschen die Schnauze vom Morden, Sterben, Vergewaltigen und Zerstören voll haben, dass sie nur leben möchten. Mit dem gleichen Aufwand an Geld und Strategie, mit denen sie, gemeinsam mit den USA, Krieg gegen Völker führten und führen, hätten sie den Menschen Hoffnung, Arbeit und Leben geben können. Allerdings hätten sie dafür auf Profit, Macht, Einfluss, Öl und letztlich auch auf Dividende verzichten und hätten den USA auch einmal deutlich NEIN sagen müssen. Es ist genau dieses System, das Menschen tötet und jene formte, die zwei Flieger Richtung Twin Towers lenkten. Das wusste George W. Bush damals auch schon, aber der war und ist eben auch Aktionär. Ganz nebenbei natürlich auch noch erzkonservativ und Lobbyist für die amerikanische Waffenindustrie. Noch Fragen? Heute werden viele an den September Eleventh denken. Ich auch, denn ich saß damals live vor der Kiste. Aber ich werde heute vor allem an meinen Sohn denken, ihn sicher anrufen und mit ihm reden. Vielleicht treffen wir uns auch bei ihm oder hier. Ich werde ihn an mich drücken, denn er ist  m e i n  Sohn und er hat heute Geburtstag. Er lebt und trägt die Ideale seiner Eltern und von seinem Opa, meinem Vater, in die Zukunft. In eine Welt ohne schockierende Bilder von Manhattan, ohne einen Pilz aus Tod über Hiroshima, ohne Guantanamo, ohne Napalm in Vietnam und ohne die von hungernden Kindern in Afrika und sterbenden Flüchtlingen im Mittelmeer. In eine Welt von Brüderlichkeit, Frieden und ohne soziale Not. Und das macht mich innerlich sehr glücklich, stolz und hoffnungsvoll. Alles Liebe und Schöne dieser Welt für Dich, mein einziger Sohn. Werde glücklich im Leben, im Job und vor allem in der Liebe und lass’ Dir nur nicht von einigen Arschlöchern dieses Planeten etwas von Hass, Fremdenfeindlichkeit, Macht, Rum oder Ehre für ein Vaterland erzählen oder eine dreiste Lüge als Wahrheit auftischen! Sei und bleibe einfach nur DU, mein Sohn und Mensch, wie viele aus Deiner Generation auch. Dann hat diese Welt vielleicht doch noch eine gute Chance auf Zukunft, Frieden und Miteinander, das wir so sehr brauchen.