Lebensgefühl Rockmusik HH aus EE
Heiß Geliebte  (Juli 2010)      Oh wie lieblich liegst du vor mir, duftig weich geformter Leib, nichts kann ich wie dich begehren, will dich naschen, Scheib’ um Scheib’. Dein Geruch macht mich schon gierig, die Beherrschung schwindet leis’, das Verlangen, dich zu naschen, brennt in mir wie Sünde heiß. Wohl gebräunt und dünn behäutet, klassisch fein zurecht gemacht, du eroberst alle spielend, jeden Tag und spät zur Nacht. Jeder Blick auf deinen Körper schnürt mir fast die Kehle zu, mir wird schlecht, je mehr ich warte und mein Magen gibt nicht Ruh’. Will mich länger nicht beherrschen, machst mich wahnsinnig wie Durst, möchte lustvoll dich verschlingen, heiß geliebte Rostbratwurst. Oh Bockworscht! 29.10.2017 Oh Bockworscht, oh Bockworscht, wie lecker tut’s schnuppern, schwimmst im heeß’n Wasser, wo ’de Blasen schon plubbern. Oh Bockworscht, oh Bockworscht, schmiegst dich nei’ in mei’ Breetchen und dann schmier’n ’mer Mostrich druff, wird scheen heeß an ’de Pfötchen. Oh Bockworscht, oh Bockworscht, lüstern schnalzt nu’ de Schnute und ich muss och laut schmatz’n, bin alleene in de’ Bude! Oh Bockworscht, oh Bockworscht, du schmeckst ’mer wie bleede, da hilft och keen beherrsch’n, kau’ gleich noch ’ne Zweete. Oh Bockworscht, oh Bockworscht, bist och längst schon Geschichte und wer dich nich’ begehr’n tut, der is’ oben nich’ ganz dichte! Fleisches-Lust 08.01.2015 Oh diese runden Fleisches Kurven, wie zart von Künstler’s Hand gehaucht, den ganzen Tag hab’ ich gelauert, geschmachtet, hab’ dich so gebraucht! Schön braungebrannt, so knusprig lecker, dein Anblick treibt mich in den Wahn, nur selten sieht man so viel Schönheit, kein Wunder, mir tropft längst der Zahn. Will meine Gier nun nicht mehr zügeln, leg’ dich zurecht, garniert, gar schön, sollst mich mit allen Sinnen locken - komm’ lass uns Schnitzel essen gehn. Badewannen Sing Sang 04.05.2014 In der Badewanne bin ich Kapitän, in der Badewanne kann ich mich nicht drehn, aus der Badewanne komm’ ich schlecht heraus, wenn ich einsteige, läuft viel Wasser aus. In der Badewanne fühle ich mich toll, wenn ich drinnen sitze, ist sie plötzlich voll, bin ich drinnen, fühle ich mich herrlich leicht, weil das Wasser mir dann bis zum Piephahn reicht. In der Badewanne bin ich ein Tenor, nicht ein schlimmer Ton dringt an ein fremdes Ohr, alles was ich singe, klingt schön wie im Traum, niemand darf mich irgendwann dafür verhau’n. In der Badewanne schwimm ich wie ein Fisch, ich bin nicht mehr alt und runzlig, sondern frisch nur mit Quietsche-Entchen ist hier Plantschen Pflicht, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen sieht man nicht. In der Wanne kann ich segeln hart am Wind, puste Schaum auf Wellen, auch wenn keine sind, wenn der Sturm von draußen am mein Fenster kloppt, sink’ ich trotzdem nicht, weil mich mein Popo stoppt.  In der Badewanne löst sich all mein Dreck, in der Badewanne schwimmt er mir nicht weg, hier im Badewasser kann ich’s pupsen sehn, sind sie draußen, muss auf Tauchstation ich gehn. In der Badewanne mache ich viel Schaum, all die Kleinigkeiten sieht man dann wohl kaum, aus dem Schaum heraus guckt nur noch mein Gesicht, schlimmer kann’s nicht kommen, Schlimmes sieht man nicht.
Geliebte Lust  (17.07.2013) Es ist so schwül und ich geh’ mitten in der Menge, um mich herum ein Schwall aus Spray und draller Körperweiblichlichkeit, ’ne Flut von Reizen krallt sich meine lahmen Sinne und plötzlich spür’ ich, sie ist gar nicht mehr so weit. Es ist ein Sog, der mich jetzt durch das Wühlen leitet, mich packt die Lust auf ihren Duft und diesen sanft geschwung’nen Leib, die Fantasie lässt mich schon ihre Haut berühren, fast dreh’ ich durch, schon scheint sie gar nicht mehr so weit. Was für ein Glück, welch unvergleichliches Vergnügen, da liegst du nun, gleich nehm’ ich dich und sollst mein eigen sein, mich reizt dein Duft, dein Körper raubt mir fast die Sinne, komm’ her zu mir, geliebte Bratwurst, bist jetzt endlich mein.